Jahresberichte

Jahresbericht 2003

Jahresbericht vom 11.03.2004 der Freiwilligen Feuerwehr Zangberg für das Vereinsjahr 2003

Dass das letzte Vereinsjahr ganz im Zeichen der Vorbereitung zum 125-jährigen Gründungsfest stand sieht man schon allein an der Tatsache, dass wir nur 5 Vorstandssitzungen mit 14 Tagesordnungspunkten abgehalten haben. Dem gegenüber stehen 16 Festausschusssitzungen mit 82 Tagesordnungspunkten für die Fahnenweihe. Wir waren also bisher und sind bis zum Fest noch sehr beschäftigt, um alles zu organisieren und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Dazu mussten wir bereits viermal die Hürde des Bittens bei unseren auserwählten Festdamen bestehen. Nach mehr oder minder schwierigen Aufgaben vor und während dem Scheitlknien, wobei wir ausgerechnet beim 2. Vorstand ein Winkeleisen untergesetzt bekamen, haben sich schließlich alle Damen bereit erklärt das erwünschte Amt auszuüben.

Diese werden wie folgt besetzt:
Fahnenmutter: Irmgard Huber
Trauermutter: Traudl Mailhammer
Fahnenbraut: Anita Wastlhuber
Patenbraut: Margit Geisberger
Festmädchenführerin: Anna Mailhammer

Bleiben wir noch bei den Aktivitäten für die Fahnenweihe. Am 22. November war dann das Patenbitten bei der FF Ampfing im Gasthaus Hinterecker an der Reihe. Die Zangberger Wehr war mit nahezu allen aktiven Kameraden vertreten. Nach dem Einmarsch mit Spalier der Ampfinger begrüßte 1. Vorstand Erwin Hinterecker alle Anwesenden zum Kameradschaftsabend und wünschte zunächst allen Hungrigen einen guten Appetit, bevor der offizielle Teil begann. Nach dem sich alle gestärkt hatten, bat er Martin Wastlhuber auf die Bühne, um ihn nach seinem Anliegen zu fragen. „Wir brauchen einen Göd für unser Jubiläum“ gab ihm unser Vorstand als Antwort. Als der Erwin so tat, als war ihm erst jetzt klar geworden, warum wir überhaupt ge-kommen waren, begannen die Verhandlungen. Er forderte 300 ltr. Bier, was dem Martin viel zu viel erschien und nach geschickter Verhandlung schließlich 100 ltr. Bier für die Übernahme der Patenschaft gespendet wurden. Natürlich musste aber dazu noch das altbewährte Scheitlknien bewältigt werden. Das Holz wurde vom Trachtenverein in rohem Zustand angeliefert und mit Tanz und musikalischer Umrahmung zum Einsatz präpariert. Danach wurden die beiden Bürgermeister Franz Märkl und Sebastian Huber, Vstd. Martin Wastlhuber, Kdt. Siegfried Mailhammer, die Festdamen Irmgard Huber, Anita Wastlhuber, Margit Geisberger und Anna Mailhammer auf die Bühne gebeten. Kreisbrandinspektor Anton Wimbauer wartete schon auf seine Opfer. Er stellte jedem der Kandidaten eine Aufgabe, wobei bei Auflösung ein Teil des scharfkantigen Holzes abgeschraubt wurde und so eine Linderung beim Knien erreicht werden konnte. Als schließlich alle auf dem Scheitl Platz genommen hatten, musste noch ein Hähnchenhax verzehrt sowie ein alkoholisches Getränk hinuntergespült werden. Danach wurden die Scheitlknier erlöst und die Patenschaft war endgültig besiegelt. Im Anschluß kamen unsere beiden Dorfratschen Sandra Forsthofer und Johanna Westermeier zusammen mit zwei Ampfinger Feuerwehrfrauen zum Einsatz. In mancher Anekdote über die Aktiven brachten Sie die Anwesenden lauthals zum lachen. Die sogenannte alte Garde der Ampfinger probierten sich noch als Jugendchor und Anton Wimbauer gab einige Gstanzl zum Besten. Danach wurde noch kräftig weiter gefeiert und die meisten Teilnehmer kamen erst zu später Stunde nach Hause.

Nun zum sonstigen Vereinsgeschehen. Am 26.04.2003 fand im FAZ Mühldorf ein Hufeisenturnier für die Feuerwehren des Landkreises Mühldorf statt. Der 2. Platz vom letzten Jahr konnte zwar nicht wiederholt, aber dennoch ein gutes Ergebnis erzielt werden. Mannschaft I mit Hermann Huber, Vitus Meyer, Jakob Kern und Josef Pulzer belegte den 3. Platz. Mannschaft II mit Oliver Borchers, Jochen Rost, Gerhard Thurner und Gerhard Waldmann wurden 6.

Auch im letzten Jahr stand wieder der Besuch einiger Fahnenweihen und Grün- dungsfeste auf dem Programm. Mit starker Besetzung zeigten wir uns in Niederberg-kirchen, Oberornau und Hörbering.

Leider mussten wir den Verlust von drei Mitgliedern hinnehmen, nämlich Josef  Buchner; Georg Matzinger und Peter Sehorz, die im letzten Jahr verstorben sind.

Dagegen hatten wir jede Menge Anlaß an Feierlichkeiten teilzunehmen.

Zum runden Geburtstag gratulierten wir mit einem Geschenkkorb folgenden Mitgliedern:
70 Jahre wurden Erich Kreuzer, Armin Märkl sen., Johann Aigner und Georg Fischer.

Dazu feierte unser ältestes Mitglied Josef Hoffmann bei guter Gesundheit am 14. August seinen 90. und lud auch die Feuerwehrspitze zum Kreuzerwirt ein. Und bes-ser könnte es nicht passen, denn genau am heutigen Tag wird Josef Reichl, unser Aumhamer Sepp und ehemaliger Kommandant 80 Jahre alt.

Aber noch nicht genug der Feierlichkeiten. Schließlich wurden wir auch zum 60. Geburtstag unseres bis dahin aktiven Mitglieds Sebastian Huber nach Gantenham eingeladen. Der Wast ist seit langer Zeit in unseren Reihen wieder einer, der den aktiven Dienst bis zum altersbedingten Ausscheiden leistete. Zum Dank für seine langjährige Tätigkeit und zugleich Verabschiedung erhielt er von uns, zusammen mit dem Sportverein finanziert als Geschenk ein Modell-Feuerwehrauto, welches so groß ist, dass darin ein Kleinkind Platz findet.

Auch unser Urgestein und Versteigerer Max Eichmüller hatte Grund zum Feiern und zwar die goldene Hochzeit. Wir wurden zur Feier beim Kreuzerwirt in Mettenheim eingeladen und überreichten ihm dabei einen Porzellanteller mit einem eingebrannten Hochzeitsfoto von ihm und seiner Anni, aufgenommen bei der richtigen Hochzeit vor 50 Jahren.

Wenn auch mit ein bisschen Verspätung waren wir bei unserem Festausschussmitglied und für die Festschrift verantwortlichen Hermann Huber zum Weisert gegangen, dem wir zum Geschenk eine Kinder-Tischgarnitur überreichten.

Zu guter letzt wurde der Festausschuß vor kurzem zu unserer Trauermutter Traudl Mailhammer eingeladen, um mit ihr zusammen den 50. zu feiern. Wir gratulierten mit einem Trockengesteck und Essensgutschein.

Im zweijährigen Turnus war letztes Jahr wieder das Maibaum aufstellen an der Reihe. In vielen mühevollen Stunden wurde der Baum beim Thurner in Emerkam präpariert und zuletzt herausgeputzt. Die Taferl wurden ebenfalls einer Überarbeitung unterzogen und von Malermeister Reinhard Fiebiger neu bemalt. Nachdem also die Vorarbeiten gründlich geleistet waren, wurde der Baum durch ein geschmücktes Pferdegespann unter der Regie von Gerhard Hamburger gegen 13.00 Uhr an den Aufstellort an den Dorfplatz gebracht, wo sich bereits viele Besucher eingefunden hatten, und durch Wammerl, Kassler und Schweinswürstel sowie Getränken gestärkt hatten. Die Aktiven gingen sogleich zu Werke, um die Taferl und Kränze anzu-bringen. Nach einer guten halben Stunde konnten die ersten Schwalben gesetzt werden, und der vom 1. Vorstand Martin Wastlhuber gestiftete Zierbaum unter seiner Regie Stück um Stück in die Höhe gebracht werden. Nach ungefähr der Hälfte gab es eine kurze Pause und zur Stärkung einige Schluck Bier sowie Handwürste mit Semmeln. Danach ging es gleich wieder viel leichter und in Kürze war die Arbeit vollbracht. Unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer glitt der Baum in das Eisengestell. Nachdem die Restarbeiten erledigt waren, wurden Kaffee und Kuchen angeboten sowie noch ausgiebig bis in den Abend gefeiert. Eine Anekdote habe ich da noch am Rande. Es gibt da einen Patenverein in diesem Jahr zu unserer Feier, aber das Maibaum stehlen haben die nicht erfunden.

Das bei der Bevölkerung beliebte Grillfest fand im Juli statt. Petrus zeigte sich gnädig und so konnte die Feier im Freien stattfinden. Forellen, Halsgrat und Würstel fanden schnellen Absatz und auch das Stierberger Bier floß in Strömen. Ebenso wurde wieder Kaffee und Kuchen angeboten, die bei Traudl Mailhammer reißenden Absatz fanden. Die Kinder erfreuten sich vor allem an den Fahrten mit dem Feuerwehrauto. Für die Gäste, die nach dem Essen und diversen Getränken noch nicht genug hatten, gab es die Möglichkeit sich an der Bar noch den einen oder anderen Drink zu genehmigen. Wie man von den Barbetreibern vernehmen konnte, verließen einige Besucher erst in den frühen Morgenstunden das Fest.

Auch beim Dorffest ein paar Wochen später sorgten wir wieder in gewohnter Manier für das leibliche Wohl der Dorfbewohner mit Schwein vom Grill, Halsgrat und Grill-würsteln.

Das über das Jahr eingenommene Geld wurde auch teilweise wieder investiert. Es wurden einige Schutzanzüge für die Jugendfeuerwehr erworben sowie alle Aktiven und Jugendlichen soweit nötig mit neuer Uniform aufgrund der bevorstehenden Fahnenweihe eingekleidet. Zudem haben wir von der im Kloster ansässigen Fa. Bosch-Siemens-Hausgeräte über den Kontakt Siegfried Mailhammer sehr günstig eine gebrauchte Gastronomie-Aufschnittmaschine beschafft. Eine gebrauchte Friteuse wurde uns kostenlos überlassen.

Zum alljährlichen Abschlussessen der Aktiven am 05.01.2004 gab es diesmal Schnitzel mit Pommes und Salat, hervorragend zubereitet vom Bruder unseres Kreisbrandmeisters Siegi Mailhammer. Der Siegi bedankte sich bei dieser Gelegenheit für die geleisteten Arbeits-, Übungs- und Einsatzstunden. Auch wie in den letzten Jahren waren die Aktiven mit Lebenspartner eingeladen, dennoch ließ die Anzahl der Teilnehmer ein wenig zu wünschen übrig.
 
Armin Märkl
           Schriftführer

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