Chronik der FF Zangberg

Diese Chronik ist ein Auszug aus der Festschrift zum 125jährigen Gründungsfest. Von dieser sind noch Restexemplare vorhanden, die Sie zum Preis von 4,- EUR gerne erwerben können. Senden Sie uns einfach eine Nachricht über das Kontaktformular.  


Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Zangberg

Mit dem Erlass einer Feuerlöschordnung durch das Bezirksamt Mühldorf am 20. November 1866 wurden die Voraussetzungen für die Freiwilligen Feuerwehren im heutigen LandkreisMühldorf geschaffen. Diese verpflichtete die Gemeinden zur Bereitstellung notwendiger Löschgeräte und der halbjährlichen Überprüfung selbiger. Es dauerte allerdings seine Zeit, bis diese Verordnung auch in Zangberg Anklang fand. Aufgrund einer Notiz im Gemeindeprotokoll von Weilkirchen von 1888, in der Ehrendiplome für 15jährige Feuerwehrdienstleistung erwähnt werden, lässt sich schließen, dass seit 1873 in der Gemeinde ein organisiertes Feuerlöschwesen bestand. 1874 wurde die erste Handdruckspritze angeschafft.Gründung und erste Führung

Am 12. Juli 1878 wurde schließlich die Freiwillige Feuerwehr Zangberg gegründet.Erster Vorstand war Georg Gredler, Guts- und Brauereibesitzer. Als Kommandant wurde der Wagner und Gastwirt Georg Söll berufen. Ihnen zur Seite standen: Adjutant Josef Lohr, Schneidermeister; Kassier der „Großkrämer“; Schriftführer Ludwig Graf, Riedlscher Buchführer; Zeugwart Johann Kiermeier, Maurer; Spritzenmeister Deißenböck, Maurer; Signalist Sebastian Seiler, Dienstknecht in Emerkam; Fahnenjunker Franz Berndl, Tagelöhner von Herrenteisenbach; Steigerzugführer Georg Buchmeier, Schmiedemeister; Spritzenzugführer Josef Kneißl, Hausbesitzer von Weilkirchen; Zugführer der Ordnungsmannschaft Franz Radlbrunner, Bauer von Atzging.

Dies war die erste Führungstruppe der Zangberger Wehr, doch erst am 12.1.1879 trat die erste Steigermannschaft, bestehend aus 11 Mann, der Feuerwehr bei. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass die Jubiläen der FF Zangberg ausgehend von 1879 gefeiert werden. Bald folgten die Ordnungsmannschaft mit 18 Mann sowie die Spritzenmannschaft mit 14 Mann.

Die Steigermannschaft von 1879

Johann Hoferer, Zimmerergehilfe, Zangberg; Anton Hoferer, Zimmermann, Atzging; Huber, Zimmermann, Emerkam; Jakob Kern, Tagelöhner, Weilkirchen; Bartholomäus Fischer, Maurergehilfe, Emerkam; Georg Landenhammer, Landwirtssohn, Landenham; Alois Strasser, Schreiner, Palmberg; Fischer, Maurer, Moosen; Josef Göschl, Schreiner, Weilkirchen.

Die Spritzenmannschaft von 1879

Matthias Lohr, Schneidermeister, Zangberg; Georg Reichl; Bauernsohn; Herrenteisenbach; Josef Landenhammer, Bauernsohn, Landenham; Johann Reichl, Bauernsohn, Landenham; Johann Auer, Bauer, Emerkam; Georg Reichl, Bauernsohn, Weilkirchen; Josef Asenbeck, Bauernsohn, Weilkirchen; Simon Bauer, Bauer, Stegham; Anton Vogl, Bauernsohn, Atzging; Georg Gründl, Bauernsohn, Moosen; Josef Kneißl, Knecht, Englhör; Xaver Linner, Bauernsohn, Emerkam; Andreas Maier, Tagelöhner, Emerkam; Josef Reichl, Bauernsohn, Weilkirchen.

Die Ordnungsmannschaft von 1879

Josef Steinberger, Bauer, Stegham; Johann Waldinger, Bauer, Kaps; Johann Schaumeier, Bauer, Permering; Andreas Schölhorn, Tagelöhner, Atzging; Jakob Niedermeier, Gastwirt, Zangberg; Alois Weihs, Sattler, Zangberg; Peter Holzner, Bauer, Moosen; Johann Ebenberger, Gütler, Palmberg; Simon Hoferer, Zimmermann, Kaps; Michael Zandl, Bauer, Permering; Xaver Auer, Schreiner, Zangberg; Melchior Hoihs, Bäcker, Zangberg; Christian Sondermeier, Knecht, Zangberg; Josef Sedlmeier, Gütler, Weiher; Xaver Obermaier, Wagnergehilfe, Zangberg; Matthias Obermeier, Bader, Zangberg; Johann Radlbrunner, Gütler, Atzging; Peter Saxstätter, Schreiner, Weilkirchen.

Erste Gerätschaften und Unterkunft

Am 8. März 1882 wurde ein Inventarverzeichnis aufgenommen. Hierin sind aufgeführt 16 Feuerwehrhelme im Werte von 137 Mark sowie weitere Geräte im Gesamtwert von 380 Mark. Zu dieser Zeit wurde auch die erste „complette Feuerwehrmaschine“ mit zwei 1,5 m langen Spiralschläuchen, drei Leinenschläuchen mit einer Gesamtlänge von 95 m, den zugehörigen Werkzeugen sowie 22 Wassereimer aus Leinen angeschafft. Die ersten Geräte waren wohl privat untergestellt, bis im Jahre 1890 ein Anbau an das Riedlsche Brauhaus erstellt wurde und als erstes Gerätehaus diente. Dieses Gebäude wurde für einen Jahresbeitrag von 23 Pfennig mit einer Summe von 290 Mark brandversichert. Ebenfalls 1890 erging die „gehorsamste Anzeige“ des Zangberger Bürgermeisters, dass die Zangberger Wehr dem Sterbekassenverein für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten sei.

Laut einer Statistik des 16. Bezirks-Feuerwehr-Verbandes Mühldorf von 1909 hatte die FF Zangberg-Weilkirchen damals 1 Kompanie mit 95 Mann, denen 100 m Schlauch zur Verfügung standen.

Im Laufe der Zeit wurde der Schuppen zu klein, und als das „Feuerhaus und die Löschgeräte“ durch Abbrucharbeiten am Brauhaus Schaden nahmen, entschloss man sich zu einem Neubau.

Das Feuerwehrgerätehaus von 1913

Zur Wiedergutmachung verpflichtet, erklärte sich der Gutsbesitzer Georg Riedl bereit, den Grund für ein neues Feuerwehrgerätehaus zu stiften. Die weiteren Kosten sollten zu je einem Drittel die Gemeinden Zangberg und Weilkirchen sowie Riedl tragen. Dieser entschloss sich aber im Jahre 1917, nachdem er den Bau bereits finanziert hatte, den beiden Gemeinden ihre Kostenanteile zu erlassen. Bis 1979 war dieses Gerätehaus im Dienst, ehe es 1981 abgerissen wurde.

Die FF Zangberg zwischen den Kriegen

Stets war man bemüht, Brände erst gar nicht entstehen zu lassen. So unterzeichneten die Bauhandwerker und -unternehmer Andreas Fischer, Xaver Huber, Martin Fischer und Jakob Kern am 26. Mai 1925 in der Gemeinde Weilkirchen die Kenntnisnahme der Vorschriften zum Kaminbau.

Am 21. März 1929 gab es einen Brand beim Bauern Steckermaier in Emerkam. Ein Stadel mit Maschinenhaus und Wagenremise brannte bis auf die Grundmauern nieder. Drei Jahre später gab es den nächsten großen Schaden, als am 26. Februar 1932 ebenfalls ein Stadel beim Bauern Sedlmeier in Weiher den Flammen zum Opfer fiel und am 11. November 1932 brannte es abermals beim Steckermaier in Emerkam. Dabei wurde das freistehende Backofengebäude eingeäschert.

Bemerkenswert zu dieser Zeit ist, dass in sämtlichen Polizeiprotokollen Vermerke über die Versicherungssituation zu finden sind. Wohl bedingt durch die wirtschaftlich schwierige Zeit fanden damals gehäuft Brandstiftungen zwecks Versicherungsbetrug statt, doch ist im Gemeindebereich kein solcher Fall bekannt.

Nach einer Inspektion des Klosters St. Josef durch den Bayerischen Landes-Feuerwehr-Ausschuss am 10. Februar 1933 wurde von diesem der Kauf einer Motorspritze vorgeschlagen. Deshalb wohl kam es am 09. Juli 1933 zu einer Großübung am Kloster. Hier zeigte sich auch, dass die eigene Wasserversorgung des Klosters nicht den zum Löschen notwendigen Druck erbringen konnte und deshalb mit Spritzen gearbeitet werden müsse. Dies müssten auch Motorspritzen sein, da das zur Bedienung der vorhandenen Handdruckspritzen notwendige Personal nicht schnell genug vor Ort sein könne und auch die damals schon mit Motorspritzen versehenen Wehren von Ampfing, Heldenstein und Mühldorf aufgrund der noch nicht vorhandenen elektrischen Signalanlagen erst mit deutlicher Verzögerung eingreifen könnten. Obwohl sich die Bayerische Versicherungskammer zu einem Zuschuss bereit erklärte, der Landes-Feuerwehr-Ausschuss einen 40prozentigen Anteil versprach und auch das Kloster einen Beitrag dazu geleistet hätte, entschieden sich die beiden Gemeinden Zangberg und Weilkirchen aufgrund der „gegenwärtigen, schwachen Finanzlage“ und der „mit Zahlungen überlasteten Bürger“ gegen den Kauf zu diesem Zeitpunkt.

Im Mitgliederverzeichnis von 1934 sind 82 Männer verzeichnet. Aus der Zeit des Nationalsozialismus existieren nur wenige Unterlagen. Am 10. Juni 1937 schickte die Gauleitung München-Oberbayern der NSDAP einen Akt betreffend „Feuerschutzeinrichtungen für Zangberg“ an das Bezirksamt Mühldorf zurück, worin vermerkt ist, dass der Bürgermeister der Gemeinde Zangberg „von der Errichtung von Feuerweihern Abstand nehmen will, da in diesem Jahr noch der Bau eines HJ-Heimes begonnen werden soll.“

In einem Schreiben des Kreisfeuerwehrführers vom 10. Juni 1940 wird Josef Kiermeier zum Truppführer der Zangberger Feuerwehr ernannt, die zum damaligen Zeitpunkt schon den Status einer Hilfspolizeitruppe hatte, bedingt durch das Reichsfeuerlöschgesetz vom 23. November 1938. Ebenfalls aus dem Jahre 1940 stammt eine Aufstellung, aus der folgende Führung hervorgeht: Kommandant und Vorstand Josef Kiermeier, Schriftführer Josef Wimmer (der damalige Bürgermeister), Kassier Georg Gründl, Zeugwart Ludwig Hoferer.

Die Wehr nach dem II. Weltkrieg

Nach dem Krieg, der auch unter den Zangberger Feuerwehrkameraden zahlreiche Opfer forderte, begann der Neuaufbau unter schwierigsten Bedingungen. Allerdings gelangte man 1945 durch den Einsatz von Bürgermeister Asenbeck an die erste Motorspritze. Diese mit einem wassergekühlten 2-Takt-Motor versehene Pumpe wurde von den amerikanischen Besatzungstruppen bei deren Abzug übernommen. Beim Feuerwehrball am 27. Oktober 1946 konnten Einnahmen von 410,- Mark erzielt werden.

1948 wurde von der Gemeinde ein Motorspritzen-Anhänger der Fa. Metz für 1800,- DM angeschafft und am 28. Februar 1949 kaufte die Feuerwehr eine Handsirene für 38,50 DM. 1956 konnte eine neue Tragkraftspitze mit 800 Litern Pumpenleistung pro Minute bei 8 bar Druck (TS 8/8) in Dienst gestellt werden. Diese Motorspritze ist mit einem Volkswagen-Motor mit 28 PS und einer Ziegler-Pumpe versehen und leistet heute noch ihren Beitrag im Zangberger Feuerlöschwesen. Kommandant war damals Josef Reichl, Bauer von Weilkirchen.

Das erste Fahrzeug

Nachdem man bereits 1956 die Möglichkeit hatte, ein Dodge-Löschfahrzeug zu kaufen, dies der damalige Gemeindekassier Fritz Stumpf jedoch aus Kostengründen ablehnte, kam es 1959 endgültig zum Kauf des ersten motorisierten Feuerwehrfahrzeuges. Dabei handelte es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung (TSF-T) auf Basis eines Volkswagen Kastenwagen mit einem Aufbau der Firma Ziegler. Der Motor leistete 34 PS.

1960 wurde Johann Huber, Schreiner von Palmberg, zum Kommandanten gewählt. Unter seiner Führung trat am 28. Juni 1962 auch die erste Mannschaft der FF Zangberg zum Leistungsabzeichen an. Aus einer Bestandserhebung vom Mai 1966 geht folgendes hervor: 20 Aktive, Persönliche Ausrüstung für 9 Mann, B-Schläuche gummiert 130 m, B-Schläuche ungummiert 60 m, C-Schläuche gummiert 45 m, C-Schläuche ungummiert 45 m, Fahrzeug TSF-T und Tragkraftspritze TS 8/8.

Am Freitag, den 21. April 1967 brannte in Atzging beim Bauern Josef Radlbrunner der Kuhstall. Vermutlich war es eine Häckselmaschine, die durch Funkenflug herumliegendes Heu entzündete und damit den Brand auslöste. Der gesamte Viehbestand konnte gerettet werden und außerdem „traf als erste die Zangberger Feuerwehr so schnell ein“, dass sämtliche Nebengebäude von den Flammen verschont blieben.

Im Oktober 1968 waren es dann bereits 30 Aktive, die auf 275 m gummierten B-Schlauch und 105 m gummierten C-Schlauch zurückgreifen konnten.
Nun hielt auch die moderne Technik langsam Einzug in das Zangberger Feuerlöschwesen: 1970 wurde das erste Funkgerät für das Löschfahrzeug angeschafft und 1973 erfolgte die Installation der Sirene mit Funkalarmempfänger zur Alarmierung.

Zu einem großen Schadensfeuer kam es am 12. Oktober 1974, als das Stall- und Stadelgebäude der Familie Geisberger in Kaps den Flammen zum Opfer fiel. Vielen ist dieser Brand noch gut in Erinnerung, war doch am gleichen Tag auch die Hochzeit des hiesigen Bäckermeisters.
 
Am 27. Juni 1976 musste die Zangberger Wehr einen schmerzhaften Verlust hinnehmen, als Friedl Kapsegger im Alter von nur 54 Jahren verstarb. Er war jahrzehntelang als Schriftführer für die Feuerwehr tätig und war maßgeblich an der Organisation des 75jährigen Gründungsfestes beteilig.
 
Am 28. Dezember 1978 fand die traditionelle Christbaumversteigerung, die nachweisbar seit 09. Januar 1949 im Gasthaus Söll (Wagnerwirt) abgehalten wurde, erstmals im Gasthaus Sedlmayr statt.
 
1978 gab es im Gemeindegebiet zwei Brände: zum einen den Brand des Schuppens beim damaligen Kapsegger-Anwesen im Moos sowie den Schwelbrand im Schweinestall beim Gasthaus Sedlmayr.
 
Im Januar 1979 verstarb der Ehrenvorstand und langjährige Vorstand der Feuerwehr, Alois Feicht.
 

Neues Fahrzeug und neues Gerätehaus

Am Freitag, dem 20. Juli 1979, wurde das derzeitige Feuerwehrgerätehaus sowie das neue Feuerwehrauto vom damaligen Kurat H. H. Pater Friedrich Hanold geweiht. Bei dem Fahrzeug, das auch heute noch seinen Dienst versieht, handelt es sich um ein TSF 8/8 der Fa. Ziegler auf Mercedes-Benz D308 Fahrgestell. Das Fahrzeug hat 86 PS und wurde mit der alten Motorspritze von 1956 aufgerüstet. Durch das neue Gerätehaus hatte die FF Zangberg nun auch erstmals einen eigenen Schulungsraum zur Verfügung sowie die Möglichkeit zum Anziehen der Schutzanzüge, ohne das Fahrzeug erst hinausfahren zu müssen. Eine große Erleichterung war auch, dass man vom Tor hinaus nicht mehr direkt auf der Staatsstraße stand.

Am 25. März 1979 gab es beim Steckermaier in Emerkam einen Kaminbrand und eine außergewöhnliche technische Hilfeleistung ist vom Juli 1979 überliefert, als man beim Radlbrunner in Atzging eine Kuh aus einer Jauchegrube befreien konnte. So mancher wird sich auch gut an den Brand vom 01. Dezember 1979 bei der Metzgerei Trautmannsberger in Ampfing erinnern können, war doch dieser Termin für den Patendank zur vorangegangenen Fahnenweihe bestimmt.

Am 03. August 1980 wurde der erste Vereinsausflug durchgeführt. Dieser führte die Zangberger Feuerwehrler in den Bayrischen Wald nach Bayrisch-Eisenstein und zum Arber.

Obwohl die Jugendfeuerwehr bereits 1972 gegründet wurde, kam es erst seit 1981 zu größeren Aktivitäten durch die Teilnahme an Jugendwettkämpfen.

Dazu wurden am 08. Mai 1981 Jugend-Overalls für 886,43 DM eingekauft und schon kurz darauf stellte sich der erste größere Erfolg ein, als man unter der Führung der beiden Jugendwarte Ferdinand Weiß und Jakob Kern nach der Vizemeisterschaft im Landkreis bei der bayrischen Meisterschaft in Lauf an der Pegnitz den 15. Platz belegte.

Den alten Brauch des Maibaumaufstellens belebte die Feuerwehr in Zangberg wieder am 01. Mai 1981. Dabei gab es durchaus Anlaufschwierigkeiten, brach doch beim Transport von Atzging nach Zangberg unter der Last des von Ehrenvorstand Vitus Meyer gestifteten Baumes ein hölzernes Rad des Fuhrwerkes, und das Loch für den Verankerungsbolzen musste vor Ort noch nachgebohrt werden. Mit etwas Verspätung konnte der Maibaum aber dann am Platz der heutigen Schule aufgestellt werden.

Am 2. August 1981 verstarb Valentin Dasch, Bundestagsabgeordneter, stellvertretender Landrat, langjähriger Gönner und Förderer der FF Zangberg sowie Verfasser der Festschrift von 1979.

Im Jahre 1981 führte der Ausflug am 12. September nach Ellmau im Kaisergebirge.

Die Krippe im Kindergarten brannte am 06. Dezember 1981 und am 21. Januar 1982 entzündete sich ein Ölofen beim Zandl in Permering.

Im Mai 1982 wurden durch die Gemeinde zur stillen Alarmierung bei nächtlichen Einsätzen Funkalarmempfänger angeschafft, wobei sich die Feuerwehr mit einem erheblichen Betrag beteiligte.

Beim Ausflug am 28. August 1982 besuchte man das Walchenseekraftwerk sowie das Bauernhofmuseum an der Glentleiten bei Murnau.

Ein wahrer "Tag der Arbeit" war der 01. Mai 1983. Man stellte selbst einen Maibaum auf, der von den Ampfinger Trachtlern gestohlen worden war, und musste fast gleichzeitig den gestohlen Baum von Mettenheim dahin zurückbringen.

Einen großen Verlust musste man am 23. November 1983 hinnehmen, als Peter Nunberger nach 25 Jahren als Kassier verstarb. Dieser war schon in den 30er und 40er Jahren als Vereinsdiener und in den 50ern als Fähnrich im Dienst für die Freiwillige Feuerwehr Zangberg tätig.

Im gleichen Jahr wurden auch Handfunkgeräte zur Verbesserung der Kommunikation bei Einsätzen angeschafft. Diese kosteten damals fast 2000,- DM pro Stück. Die Wehr hatte 1984 66 aktive Mitglieder und der Ausflug führte zum Gäubodenfest nach Straubing.

Die Feuerwehr besuchte am 31. August 1985 im Rahmen ihres Ausfluges das Grab des ein Jahr zuvor verstorbenen ehemaligen Kurats Friedrich Hanold in Eichstätt. Im weiteren Verlauf wurde auch die Falknerei in Riedenburg besichtigt.

Abermals fand eine Großübung in der Altenpension Schloss Geldern statt. Am 31. Mai 1986 kamen dabei erstmal die Drehleitern aus Mühldorf und Waldkraiburg in Zangberg zum Einsatz.

Ein großer Tag der offenen Tür wurde am 07. September 1986 im Feuerwehrgerätehaus veranstaltet. Mit zahlreichen Vorführungen, darunter auch ein Übungseinsatz mit Sirenenalarm, konnte sich die Feuerwehr der Zangberger Bevölkerung bestens präsentieren. Als Ausflug stand in diesem Jahre die Besichtigung der Flughafenfeuerwehr in München-Riem auf dem Programm.

Ein kleinerer Heizungskellerbrand in einem Wohnhaus in Palmberg konnte am 26. März 1987 ebenso erfolgreich bekämpft werden wie ein Garagenbrand in der Beethovenstraße am 20. April 1987.

Die Jugendfeuerwehr feierte 1987 ihr 15jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde am 20. Juni 1987 der neu angeschaffte Wimpel der Jugendfeuerwehr geweiht. Am Tag darauf wurde ein Jugendwettkampf mit 37 Mannschaften aus dem gesamten Landkreis durchgeführt.

Beim Ausflug 1988 besuchte man das Bavaria Filmgelände in Geiselgasteig sowie die Erdfunkstelle in Raisting. Am 21. Oktober 1988 war der Westflügel des Klosters Brandobjekt bei einer Großübung mit den Wehren aus Ampfing, Stefanskirchen und Salmanskirchen.

1989 hatte die Zangberger Feuerwehr 60 aktive Mitglieder.

Die 90er Jahre

Der Sturm Wiebke am 26. und 27. Februar 1990 verursachte auch im Gemeindegebiet von Zangberg große Schäden und blockierte u. a. die Zufahrt nach Emerkam. 15 Feuerwehrmänner waren mehr als 5 Stunden mit dem Räumen der Straße beschäftigt. Durch einen technischen Defekt an einem Traktor entstand am 23. November 1990 ein Brand in der Garage des Thurner-Anwesens in Emerkam. Durch den Einsatz von neun Wehren mit zwölf Fahrzeugen konnte der Schaden gering gehalten werden.

Das erste Grillfest der Feuerwehr fand am 29. Juli 1990 auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus statt. Seither ist dieses Fest ein etablierter Termin im Zangberger Vereinsjahr.

Nach einer Pause führte man auch wieder einen kleineren Ausflug durch. Ziel war am 19. April 1991 der Weinkeller beim Huber-Wirt in Pleiskirchen.

Bei Auftauarbeiten kam es am 17. Dezember 1991 zu einem Schwelbrand im Kloster. Durch das schnelle Eingreifen der Zangberger Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

In Weiher brannte am 01. Februar 1992 ein leerstehendes und zum Abbruch vorgesehenes Wohnhaus ab.

Am 11. Februar 1992 verstarb Johann Huber im 59. Lebensjahr. Der "Kirnhauser Hans" war 32 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zangberg und ist aus der Zangberger Feuerwehrgeschichte nicht wegzudenken. Unzählige Stunden verbrachte er im Feuerwehrhaus, an dessen Bau er maßgeblich beteiligt war, und wohl jeder, der ihn noch erleben durfte, denkt gerne zurück an sein obligatorisches "Pressiert net", mit dem er den jeweiligen Fahrer des Einsatzfahrzeuges zur vorsichtigen Fahrweise aufforderte. Zu seinem Nachfolger wurde am 12. April 1992 Siegfried Mailhammer gewählt.

Am 22. Mai 1992 kam es zu einem größeren Brand beim "Halfinger-Anwesen" in Palmberg. Stadel und Werkstatt brannten vollständig aus, aber mit der Beteiligung von sieben Feuerwehren mit 103 Mann konnte das Wohnhaus gerettet werden.

Zum 20jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr wurde am 31. Mai 1992 eine Suchwanderung durchgeführt.

Schon am 20. September 1992 musste die Zangberger Wehr abermals um ein verdientes Mitglied trauern, als Konrad Huber nach 16 Jahren als zweiter Kommandant und zehn Jahren als zweiter Vorstand verstarb.

Im Januar 1993 beschloss der Zangberger Gemeinderat den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges.

Eine richtungweisende Entscheidung gab es während der Vorstandssitzung vom 08. Februar 1993. Dabei wurde beschlossen, dass künftig auch Frauen aktiven Feuerwehrdienst leisten können. Daraufhin traten sofort drei Frauen der aktiven Wehr bei.

Ein großes Fest organisierte die Feuerwehr am 22. August 1993 in Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen. Beim "Altbayrischen Erntefest", von dem auch das Lokalfernsehen berichtete, wurden den zahlreichen Besuchern aus dem gesamten Landkreis alte Erntemethoden durch den Einsatz von Bindemäher, Dreschmaschine und Putzmaschine sowie beim Drischeldreschen vorgeführt. Ein Volleyball-Turnier, Torwandschießen, Eisstockschießen sowie ein Bauernmarkt rundeten das Angebot ab. Der stattliche Reinerlös wurde für den Kauf des neuen Feuerwehrautos verwendet.

Der Ausflug im Jahre 1993 führte die Mitglieder der Zangberger Feuerwehr am 11. Dezember zur Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen und nach Margarethenberg, während man am 05. Dezember 1995 wieder beim Huberwirt in Pleiskirchen einkehrte.

Das neue Löschfahrzeug

Am 30. April 1996 konnte dann endlich das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit einer feierlichen Weihe durch Kaplan Haimerl seiner Bestimmung übergeben werden. Das Fahrzeug von der Fa. Ziegler ist auf einem Mercedes-Benz 814 F aufgebaut und hat einen Motor mit 3972 ccm Hubraum und 140 PS. Außerdem verfügt es über eine eingebaute Pumpe mit einer Leistung von 8 bar, einen Wasserbehälter für den Schnellangriff mit 600 l Fassungsvermögen sowie mit Stromerzeuger, Lichtmasten, Rettungsspreizer und Rettungsschere über die für die technische Hilfeleistung notwendigen Gerätschaften. Ebenfalls vorhanden sind vier Atemschutzgeräte, wodurch auch die Aufstellung einer Atemschutzgruppe erforderlich wurde.

Der ersten Gruppe, die sich dieser Ausbildung stellte, gehörten an: Peter Asenbeck, Georg Auer, Stefan Auer, Josef Buchner, Benno Fenninger, Hermann Huber, Florian Loserth, Siegfried Mailhammer und Martin Meyer.

Tags darauf konnte das Fahrzeug von der Bevölkerung besichtigt werden und der vom Ampfinger Patenverein gestohlene Maibaum wurde erstmals an dem heutigen Platz am Dorfweiher aufgestellt, da an der alten Stelle inzwischen die neue Schule errichtet wurde.

Am 14. März 1997 kam die Freiwillige Feuerwehr Ampfing nach Zangberg zum Patenbitten. Die Ampfinger Abordnung um Vorstand Erwin Hinterecker, Kommandant Marcel Huber und Bürgermeister Ottmar Wimmer kam natürlich nicht um das obligatorische "Scheitlknien" herum. Gegen Bereitstellung von flüssigen und festen Nahrungsmitteln erklärten sich die Zangberger gerne bereit, den Paten für das 125jährige Gründungsfest zu machen. Mehr als 50 Aktive begleiteten die Zangberger Patenbraut Sandra Forsthofer bei der Weihe der restaurierten Fahne am 13. Juli 1997. Das gelungene Fest fand seinen Abschluss mit dem Patendank am 10. Oktober 1997 im Gasthaus Hinterecker.

Zum Abschluss der Dorferneuerung gab es am 27. Juli 1997 ein großes Fest am Dorfweiher. Seither sorgt die FF Zangberg bei dieser Veranstaltung für die kulinarische Verpflegung der Gäste.

Eine große Ehre war es für die Zangberger Wehr, als am 01. September 1997 ihr Kommandant Siegfried Mailhammer zum Kreisbrandmeister berufen wurde. Er trat die Nachfolge von Anton Wimbauer aus Ampfing an, der für den Verstorbenen Josef Peteratzinger aus Irl seither das Amt des Kreisbrandinspektors ausübt.

Der bislang größte Ausflug wurde von 03. bis 04. Oktober 1998 nach Südtirol durchgeführt. Den Almabtrieb in Meransen, den Törggelenabend in Ratschings sowie den Besuch der Kristallwelten in Wattens erlebten 47 Teilnehmer.

FF Zangberg im neuen Jahrtausend

Anfang des Jahres 2000 wurden 30 neue Schutzanzüge gemeinsam von Feuerwehr und Gemeinde angeschafft, und beim Brand eines Wohnwagens auf dem Klosterparkplatz am 25. Februar 2000 wurde dieser vollkommen zerstört.

Im Jahre 2001 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 30jähriges Bestehen mit einer Discoparty in der Reithalle Radlbrunner in Atzging am 19. Mai 2001 sowie einer Wassersuchwanderung am 02. September 2001. An diesem Wettbewerb nahmen 36 Jugendfeuerwehren teil.

Die Jugendfeuerwehr belegte bei dem gleichzeitig ausgetragenen Kreis- und Bezirksentscheid in Waldkraiburg am 18. Mai 2002 jeweils den 4. Platz. Die gute Form bestätigte sie am 01. Juni 2002, als man beim internationalen Messewettbewerb der Feuerwehren im österreichischen Ried im Innkreis von 145 teilnehmenden Gruppen den 10. Platz erreichen konnte, sowie beim Landesentscheid in Schöllnach bei Deggendorf am 08. Juni 2002 als 14. von 28 Mannschaften.

Einen Mittelbrand gab es am 04. Juni 2002 beim Gründl in Moosen, als durch einen technischen Defekt in der Heizungsanlage ein Nebengebäude abbrannte. Durch den Einsatz der Zangberger und Ampfinger Wehr mit 17 Mann konnte ein Übergreifen auf das angrenzende Wohngebäude erfolgreich verhindert werden.

Am 15. Januar 2003 wurde der langjährige Jugendwart Johann Huber von Kreisbrandrat Neulinger mit der Silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Bayern ausgezeichnet.

Im Frühjahr 2003 wurde die Jugendfeuerwehr mit zusätzlichen Schutzanzügen ausgestattet. Dass dies eine gute Investition ist, bewies sie durch hervorragende Platzierungen im vergangenen Jahr. Neben mehreren vorderen Plätzen bei Wassersuchwanderungen in den Jahren 2001 bis 2003 konnte beim Kreisentscheid in Waldkraiburg am 10. Mai 2003 der 4. Platz erreicht werden.

Auch auf Bezirksebene wurde man beim Wettkampf in Feldkirchen bei Rosenheim am 24. Mai 2003 Vierter von 16 teilnehmenden Mannschaften und schließlich konnte man die Bayerische Landesausscheidung in Bad Neustadt an der Saale am 21. Juni 2003 mit einem 14. Platz von 26 Mannschaften beenden.

Zum Dorfweiherfest am 20. Juli 2003 baute die Feuerwehr Zangberg einen Steg über den Mühlbach, der die neuen Siedlungsgebiete am Anger und am Mitterbachweg mit dem Dorfplatz verbindet.

Kreisbrandmeister Siegfried Mailhammer beendete seine Kommandantentätigkeit zum 11. März 2004. Zu seinem Nachfolger als 1. Kommandant wurde Johann Huber gewählt.

Im Jubiläumsjahr 2004 hat die Freiwillige Feuerwehr Zangberg 232 Mitglieder, von denen 54 im aktiven Dienst sind und 22 der Jugendfeuerwehr angehören. 49 Aktive haben ein Löschwasserleistungsabzeichen, davon 21 in der höchsten Stufe Gold/Rot, 7 in Gold/Grün, 4 in Gold/Blau, 10 in Silber und 7 in Bronze. Das Leistungsabzeichen für Technische Hilfeleistung tragen 35 Wehrmänner, davon 5 in Gold/Blau, 3 in Gold, 13 in Silber und 14 in Bronze.

Im Jahre 2004 hielt dann die EDV Einzug in die Aktive Wehr. Zur Erleichterung von Verwaltungsaufgaben und zur Durchführung von Schulungen wurde ein gebrauchter PC angeschafft. Ebenso wurde im November 2004 eine Umwelt- und Katastrophenschutzpumpe der Fa. Spechtenhauser von der Gemeinde bereitgestellt.

Beim Aktivenessen am 5. Januar 2005 gab es als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit, der Feuerwehrdienst ging ja auch trotz des Gründungsfestes normal weiter, Schweinebraten und Freigetränke in der Fahrzeughalle.

Am 2. März 2005 traf man sich mit dem Ampfinger Patenverein in der Grünen Lagune zum Mahleisschießen, welches die Zangberger zum wiederholten Male für sich entscheiden konnten.

Im Jahre 2005 wurde auch wieder ein Maibaum aufgestellt, der von Heidi und Martin Huber aus Permering gestiftet wurde. Unter den zahlreichen Besuchern waren auch viele Ampfinger, hatte doch die Ampfinger Wehr diesmal mehr Glück beim Maibaumstehlen als vor zwei Jahren, als sie auf frischer Tat ertappt wurden. Mit gemeinsamen Kräften und traditionellen "Schwaiberln" hievte man den Baum in die Höhe. Die Festdamen vom Gründungsfest zeigten anschließend um den frisch erstellten Baum einen Bandltanz.